For Coffee Lovers

Wodurch zeichnet sich guter Kaffee aus?

Deutschland ist das Land der Kaffeetrinker. Jeder Deutsche trinkt im Schnitt pro Jahr 165 Liter Kaffee. Damit ist das Heißgetränk sogar beliebter als Bier oder Mineralwasser. Doch Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Es gibt verschiedene Qualitätsmerkmale, durch die sich guter Kaffee auszeichnet. Neben der Röstung spielt auch das Alter der Bohnen sowie das Anbaugebiet eine wichtige Rolle. Wir verraten Ihnen, was guten Kaffee ausmacht und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Das Anbaugebiet als wichtiger Qualitätsfaktor

Das Anbaugebiet des Kaffees spielt bei der Qualität eine wichtige Rolle. Auf einigen Verpackungen finden Sie den Begriff „Hochlandkaffee“ – was heißt das eigentlich? Je höher das Anbaugebiet der Kaffeepflanze liegt, desto langsamer reifen die Bohnen. Das wiederum erzeugt ein besonders intensives Aroma. Dabei werden im Hochland vor allem die Arabica Bohnen angebaut, die einen geringen Koffein- und Säuregehalt aufweisen und daher besonders magenschonend sind. Beide Merkmale sollten Sie berücksichtigen, wenn Ihnen guter Kaffee wichtig ist.

Die Unterschiede bei Röstung und Frische

Die Röstung der Kaffeebohnen ist besonders wichtig, wenn ein guter Kaffee produziert werden soll. Denn auch hier können deutliche Unterschiedliche hinsichtlich der Qualität vorgenommen werden. Guter Kaffee wird im Trommelröster geröstet. Im Vergleich zur industriellen Röstung ist die Temperatur deutlich niedriger und der Prozess erheblich länger. Das hat zur Folge, dass die Säuren abgebaut werden können und weniger Bitterstoffe entstehen. Aber auch die Frische ist in Hinblick auf die Kaffeequalität sehr wichtig. Allerdings spielt es keine Rolle, wann die Bohnen geerntet wurden. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Röstung: Je schneller die Bohnen bei Ihnen sind, desto stärker ist das Aroma.

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Schimmel und Ungeziefer: Ein unbemerkter Qualitätsverlust

Selbstverständlich sind Schimmel und Ungeziefer auch bei Kaffeepflanzen und Bohnen nicht ungewöhnlich. Leider lassen sich diese Faktoren beim Kauf von Kaffeepulver in der Regel nicht mehr nachweisen. Wenn Sie jedoch Kaffeebohnen nutzen, sollten Sie einen genauen Blick wagen. Bohnen, die von Ungeziefer befallen waren, weisen kleine Löcher der Insekten auf. Ein geringer Befall ist nicht ungewöhnlich, sollten jedoch ungewöhnlich viele Auffälligkeiten vorkommen, ist das ein Hinweis auf mangelnde Qualität. Das gleiche gilt für die Überprüfung von Schimmelbefall: Im Pulver lassen sich keine Indizien mehr finden. Kaffeebohnen, die vor dem Rösten von Schimmel befallen waren, weisen jedoch fleckige Stellen auf. Beim Verzehr brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen: Sowohl Ungeziefer als auch Schimmel werden beim Rösten durch die Temperaturen von rund 200 Grad abgetötet.

 Zerbrochene Bohnen als Hinweis auf die Qualität

Wenn Sie sich den Kaffee einmal anschauen, können Sie auch gleich auf den Anteil der zerbrochenen Bohnen achten. Je mehr Bruch die Kaffeemischung enthält, desto schlechter ist in der Regel die Qualität, sofern der Bruch nicht erst auf dem Weg vom Supermarkt zu Ihnen nach Hause passiert. Günstiger Kaffee wird maschinell gepflückt und in großen Mengen nach Europa transportiert. Hierbei entsteht ein hoher Anteil an Bruch.